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04.07.2011, 15:48 Uhr
Stadtrat beschäftigt sich mit regenerativer Energie
Atomwende wird auch kommunal nicht ohne Folgen bleiben
 Der Bundestag hat in der vergangenen Woche final den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Das wird auch kommunal nicht ohne Folgen bleiben.
Die Herausforderungen der zukünftigen Energieversorgung und -Sicherheit gehen jeden an und bilden eine wichtige Aufgabe auf allen politischen Ebenen. Auch im Bereich der Stadt Einbeck gilt es, Potenziale im Energiebereich zu erfassen zu heben und gegebenenfalls zu entwickeln. Mit dem Antrag „Regenerative Energien stärken und regionale Potenziale besser nutzen“ beschäftigt sich am Mittwoch der Stadtrat.
Die Ratsmehrheit aus CDU, FDP und Grünen hat die Initiative ergriffen, um das Thema Energie auch kommunalpolitisch besser zu verankern. So lautet der Text eines Antrages, den die Koalition am Mittwoch in den Stadtrat einbringen wird: „Politik und Verwaltung erarbeiten einen "Einbecker-Energie-Katalog", um daraus Schlüsse zu ziehen, welche kommunalpolitischen Maßnahmen bereits jetzt ergriffen werden müssen, um der Energiewende auch vor Ort zum Erfolg zu verhelfen. Dazu zählt die Erfassung der hiesigen bislang nicht genutzten energetischen Potenziale bei Wind, Sonne, Wasser und Biomasse ebenso wie die Erarbeitung konkreter kommunalpolitischer Umsetzungsmechanismen. Bis zur nächsten Ratssitzung legt die Verwaltung eine Empfehlung für Sofortmaßnahmen vor. Das Programm wird laufend evaluiert und fortgeschrieben.“
 
„Es ist egal, wie man zu dem eiligen Ausstiegsbeschluss steht. Fakt ist, dass der Ausstieg so beschlossen worden ist; das wird auch auf der kommunalen Ebene nicht ohne Folgen bleiben“, stellt Gruppensprecher Dirk Ebrecht heraus. Es sei verkehrt, so Ebrecht, abzuwarten ob und was da komme. Vielmehr sei es auch Sache der Einbecker Bürgerinnen und Bürger und damit der Ratspolitik, dieses Thema offen und aktiv anzugehen. Sicher resultierten daraus Folgen, die nicht jedem passen. Andererseits steckten auch Chancen im Thema regenerative Energie – insbesondere mit Blick auf die Biomasse in ländlichen Regionen.
„Es ist sicher richtig, wenn wir dieses Thema frühzeitig und richtig angehen. Hier sind wir alle gefragt. Auch uns insbesondere vor Ort“, macht Dr. Reinhard Binder deutlich. Von daher müsse man alle Formen der regenerativen Energien einbeziehen, um nicht erkannte oder nicht effektiv genutzte Potenziale zu erkennen und zu heben. Hier sei sicher nicht alles ausgeschöpft.
„Dazu gehört auch, dass wir die Möglichkeiten, die wir kommunalpolitisch haben, exakt ausloten. Wir werden uns das Thema Höhenbegrenzung für Windkraftanlagen ebenso ansehen müssen wie die zukünftige Ausgestaltung beim Bau neuer Stromtrassen“, ist sich Dr. Ewald Hein-Janke sicher.
Die Initiative rund um regenerative Energien wird von der Ratsmehrheit als erster Anstoß gesehen, um das zu erkennen und umzusetzen, was kurzfristig und mit „kommunalen Bordmitteln“ machbar ist.

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