CDU will Praxisschließung nicht hinnehmen und fordert gemeinsames Vorgehen ein
Die von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen verfügte Schließung der ärztlichen Bereitschaftspraxis am Einbecker Bürgerspital ist aus Sicht der Einbecker CDU nicht hinnehmbar. So sei man von dieser „einsamen Entscheidung“ nicht nur überrascht worden, sondern vermisse jede Kommunikation in Richtung Rats- und Kreispolitik. Zudem betreffe diese „Ausdünnung der medizinischen Versorgungsstruktur im ländlichen Raum“ nicht nur die Menschen in Einbeck, sondern auch für den Raum Markoldendorf, Dassel und darüber hinaus, so die CDU-Stadtratsfraktion in einer Stellungnahme.
Nicht nur die Entscheidung selber, sondern bereits das einsame Vorgehen seitens der KVN sei schlicht inakzeptabel. Man werde das für die Bürgerinnen und Bürger in der Region nicht einfach hinnehmen. So hat die CDU in einer kurzfristig anberaumten Zusammenkunft den Stand der Dinge auf Grundlage der sehr dürftigen Informationen diskutiert. Für Mittwoch ist der Geschäftsführer der Göttinger KV-Außenstelle in eine Sitzung der CDU-Kreistagsfraktion, die zusammen mit der Ratsfraktion tagen wird, einbestellt worden. Darüber hinaus ist vorgesehen, sich gemeinsam als Stadtrat politisch zu artikulieren und für die Beibehaltung der medizinischen Versorgung im Nordbereich des Landkreises einzutreten. „Hier sollten die Stadträte von Einbeck und Dassel und auch der Einbecker Seniorenrat in einer gemeinsamen Resolution Stellung beziehen und der KVN die Grenzen und den Bürgerwillen deutlich aufzeigen- bestenfalls schließt sich auch der Kreistag dieser kurzfristig auf den Weg zu bringenden Resolution an“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Ebrecht in seinem Apell.
Darüber hinaus sei auch die Landespolitik gefordert, um diesen „weiteren medizinischen Kahlschlag“ in der Fläche endlich Einhalt zu bieten. Man müsse sich wehren, um eine weitere Entkopplung von der medizinischen Versorgung in der ländlichen Region deutlich und politisch entgegen zu treten, die CDU-Stadtratsfraktion in ihrer Stellungnahme zu dem überraschenden Beschluss zur Schließung der ambulanten Bereitschaftspraxis in Einbeck.