CDU setzt sich für mehr Hitzeschutz ein
Einbeck (oH). Der mehr als heiße und insgesamt zu trockene Sommer 2026 belegt aus Sicht der CDU-Stadtratsfraktion nicht nur den Klimawandel, sondern macht auch dessen Rasanz für die Menschen sehr praktisch spürbar. Auch auf lokaler Ebene müssen daher konkrete Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und Trockenheit für Mensch und Natur ergriffen werden. Bereits im Jahr 2021 beschäftigten sich Rat und Verwaltung mit einer politischen Initiative der CDU-Ratsfraktion. Unter der Überschrift „Grüne Architektur“ beschäftige man sich mit den kommunalen Möglichkeiten zur verstärkten Begrünung insbesondere in der Innenstadt. Hier waren Dachbegrünungen und insgesamt mehr Stadtgrün auch als vorbeugender Hitzeschutz im Fokus. Der aktuelle Antrag zur nächsten Ratssitzung greift weiter aus.
Der aktuelle Antrag hat konkrete und kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zum Ziel. „Es sollte mit überschaubarem Aufwand möglich sein, an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet Möglichkeiten vor Sonne und Hitze zu schaffen. Konkret denken wir an Sonnensegel, punktuelle Wassersprühnebel und eine verbesserte Ventilation. Ebenso sollten kühle Gebäude wie Kirchen ausgewählt im Bedarfsfall zugänglich gemacht werden“, so die CDU-Ratsfraktion in einer Mitteilung. Darüber hinaus zielt die CDU-Initiative auch auf die Dörfer und die freie Landschaft ab, um Maßnahmen zum Schutz von Mensch, Tier und Vegetation voranzubringen. Hier gehe es um Maßnahmen für eine verbesserte Wasserhaltung auf geeigneten Flächen oder auch eine verstärkte Bepflanzung oder Aufforstung. „Allein der Blick auf die trostlose Waldfläche im Bereich Bartshäuser Berg macht deutlich, dass hier eine gezielte Aufforstung notwendig ist. Das kann sicher auch mit Partnern oder privaten Initiativen gemeinsam umgesetzt werden“, unterstreichen die Christdemokraten. In jedem Fall gelte es, über Klimaschutzkonzepte hinaus, kurzfristig umsetzbare und konkrete Maßnahmen zu schaffen, um für künftige Hitze- und Trockenperioden besser gewappnet zu sein. Der nächste heiße Sommer kommt bestimmt.
Antragstext:
Kommunaler Klimaschutz jetzt – Wir müssen mehr tun!
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, ein grundlegendes Konzept für einen verbesserten Klimaschutz auf dem Gebiet der Stadt Einbeck zu entwickeln. Dieses soll in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie mit weiteren Akteuren erstellt und fortgeschrieben werden. Dabei sollen kurz-, mittelfrist- und langfristige Aktivitäten aufgezeigt werden. Im Schwerpunkt sollen kurzfristig wirksame Maßnahmen stehen. Dabei sollen für den Bereich der Innenstadt Frischluftkorridore, Sprühnebelkühlungen, flächige Beschattungen sowie eine verstärkte Begrünung besondere Berücksichtigung finden. Für die Ortschaften und auch die freie Landschaft sollen dabei die städtischen Möglichkeiten für eine verbesserte Wasserhaltung und Aufforstungsmaßnahmen auf geeigneten Flächen in den Blick genommen werden.
Begründung:
Der in diesem Sommer besonders offensichtlich gewordene klimatische Wandel hin zu mehr Trockenheit und Hitze machen ein Umdenken und Maßnahmen gegen diese Entwicklung auch im lokalen Bereich unbedingt erforderlich. Ebenso muss hier mehr Geschwindigkeit aufgenommen worden. Der Antrag der CDU-Ratsfraktion aus 2021 „Grüne Architektur“, der eine Verbesserung des Stadtklimas und der biologischen Vielfalt zum Ziel hatte, war ein Ansatz, der heute und in Zukunft intensiver und breiter aufgestellt gehört. Klimaschutzmaßnahmen müssen vor allem auch als Aufgabe des Gesundheitsschutzes von Mensch und Tier, dem Schutz unserer Umwelt und Böden verstanden und umgesetzt werden. Die Extremhitzephasen des Sommers 2026 haben verdeutlicht, dass längst Eile geboten ist und dass sich die Maßnahmen keinesfalls an Wahlperioden orientieren dürfen, sondern auch vom neuen Rat nach dem 01. November mit Nachdruck vorangetrieben werden müssen.
Eine weitere Begründung erfolgt mündlich in der Ratssitzung.